Wiederholte Fehlgeburten und der damit verbundene unerfüllte Kinderwunsch sind oft ein schicksalhafter Zufall, der auf wechselnde genetische Störungen der Eizellen zurückzuführen ist. In anderen Fällen besteht eine permanente Ursache, die das Scheitern erneuter Schwangerschaften mit einer entsprechendn Wahrscheinlichkeit vorprogrammiert. Dazu gehören anatomische Veränderungen der Gebärmutter. Die Gebärmutterhöhle kann z. B. durch eine Trennwand (Uterus subseptus) eingeengt sein. Durch eine Operation können in diesen Fällen relativ unkompliziert wieder normale Verhältnisse hergestellt werden.

Bei anderen Patienten führen elterliche Chromosomenstörungen (Translokationen) zu gehäuften Aborten. Hier kann der Einsatz der Polkörperdiagnostik helfen.

Ist die Gemärmutter durch eine verstärkte Thromboseneigung (Trombophilie) mangelhaft durchblutet, besteht ebenfalls die Gefahr einer Fehlgeburt. Verbessert wird die Situation durch die Gabe von Thrombose hemmenden Mitteln (ASS und Heparin).

Hormonelle Ursachen wie ein Progesteronmangel oder Schilddrüsen-Funktionsstörungen können durch eine entsprechende Substitution sehr gut behandelt werden.

Eine weitere Ursache sind so genannte immunologische Störungen. Über praxisrelevante Auswirkungen ist bisher noch wenig bekannt. Eine allgemein akzeptierte und wissenschaftlich bewiesene Therapie gibt es nicht.