Homologe Insemination
Die Insemination wird auch als Samenübertragung bezeichnet. Sie wird bei leicht eingeschränkten Spermiogrammbefunden zur Erfüllung ihres Kunderwunsch empfohlen.
Aufbereitete Samenzellen werden wenige Stunden vor dem Eisprung direkt in die Gebärmutter übertragen. Dies geschieht schmerzfrei und innerhalb weniger Minuten auf einem gynäkologischen Stuhl bei uns in der Kinderwunschpraxis am Berliner Gendarmenmarkt.
Der Zeitpunkt für die Insemination wird durch eine vorherige Ultraschalluntersuchung bestimmt. Bei einem Follikeldurchmesser von etwa 18 mm kann der Eisprung mit einer Injektion des Hormons HCG ausgelöst werden. Etwa 24 bis 32 Stunden nach dieser Spritze sollte die Insemination durchgeführt werden.
Wie erfolgreich ist die intrauterine Insemination (IUI)?
Die Schwangerschaftswahrscheinlichkeit pro Inseminationszyklus liegt maximal bei 12 %. Der Behandlungserfolg ist dabei von mehreren Faktoren wie der Indikation (Grund für die Behandlung), der Spermienqualität und dem Alter der Patientin abhängig. Auch die Art der Vorbehandlung spielt eine wichtige Rolle für den Erfolg. Ohne Stimulationsbehandlung liegt die Schwangerschaftswahrscheinlichkeit nur bei ca. 6 %. Die meisten Patientinnen werden gleich im ersten Zyklus schwanger. In darauffolgenden Zyklen sinkt die Wahrscheinlichkeit für einen Erfolg jeweils um die Hälfte, so dass nach drei bis vier Zyklen zur In-Vitro-Fertilisation (IVF) gewechselt werden sollte. Die Erfolgsraten liegen hier altersabhängig zwischen 25 und 45 % und betragen damit im Durchschnitt das Dreifach der IUI (siehe Grafik). 
Donogene Insemination
Eine weitere Form der Samenübertragung ist die Donogene Insemination.
Hier werden eingefrorene Spendersamenzellen für die Behandlung genutzt. Diese Methode kommt in Frage, wenn im Ejakulat des Partners keine Spermien vorhanden sind (Azoospermie) und auch aus dem Hodengewebe keine Samenzellen gewonnen werden können (TESE).