Im Rahmen der Kinderwunsch-Behandlung müssen oft Störungen der Eierstockfunktion korrigiert werden. Die Ursachen einer unzureichenden Follikelreifung sind sehr vielfältig. So kann allein die Normalisierung einer veränderten Funktion der Schilddrüse oder die Senkung erhöhter Prolaktin-Werte eine deutliche Verbesserung der Follikelreifung und des Eisprungs bewirken.

Sind die männliche Hormone (Androgene) erhöht, muss das Follikelwachstum durch Clomifen-Tabletten oder Injektionen mit dem Follikel stimulierenden Hormon (FSH) angeregt werden. In besonders ausgeprägten Fällen kann ein so genannters PCO-Syndrom (polycystische Ovarien) bestehen. Neben der Hormontherapie bieten wir diesen Patienten eine spezielle Ernährungsberatung zur Erfüllung ihres Kinderwunsches an.

Die Kombination von Hormontherapie, Ernährungsberatung  und körperlicher Aktivität ist besonders Patienten mit einer Zuckerstoffwechselstörung (Glucoetoleranz) und Insulinresistenz zu empfehlen. Durch diese Maßnahmen kann die ungünstige Wirkung der erhöhten männlichen Hormone zurückgedrängt werden. Der Eierstock kann seine normale Funktion wieder aufnehmen.

Bei einer anderen Patientengruppe ist die Störung der Follikelreifung auf eine zentrale Fehlfunktion des Hormonsystems im Gehirn (Hypophyse/Hypothalamus) zurückzuführen. Diesen Frauen kann mit einer so genannten GnRH-Hormonpumpe bei der Erfüllung ihres Kinderwunsch geholfen werden. Alle 60 Minuten werden dem Körper damit Hormonpulse unter die Haut verabreicht und so das Wachstum der Eibläschen und der Eisprung angeregt.

Zu unserer Spezialisierung gehört ebenfalls die Hormon-Behandlung von Frauen mit einem Tumor der Hirnanhangsdrüse (Prolaktinom) und von Frauen, bei denen die Hirnanhangsdrüse operativ entfernt werden musste.